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On Saturday 16th May, Goethe-Zentrum Kampala/UGCS organized an event so full of internationally minded as well as locally influenced music that was just right for the taste of the Ugandan night folk. SCHLACHTHOFBRONX came to visit the city and stir the night up with their innovative mix of styles.

Schlachthofbronx, is the unofficial name of their district in Munich, Germany. With a smirk Benedikt admits that when children used to call this name that it really used to be funny. Their sense of humor and their relaxed way of dealing with any kind of environment is surely a bonus in their constant travels around the world. However, the DJ-Duo says that the concept of their music was never made to remain local; influenced by all kinds of genres and people the two started deejaying at the ages of 12 and 14 and remember back to the times of Myspace, when people all over the world started inviting them to play. “From there it just happened”, Jakob says. Their international success is related to the fact that they committed to producing and mainly playing “their own stuff”, which makes them unique as well as unpredictable musically. “In Europe you have to produce yourself to be successful”. A night with those two on stage promises to be fun. They both love what they do and show it by actively participating in the party when on stage. “I believe when people see how much we really enjoy this it washes over them too.”

The variety of musical styles on stage, from Reggae to Hip-Hop and traditional African percussions, reflects the diversity of the people dancing to the tunes. Many known faces are skimming through; having come out for an event that is special in Kampala city. Some of Uganda’s known B-girls and -boys are showing their skills in a spontaneous cypher on the dance floor while outside someone is spraying graffiti on the wall.

The main act of the night, the guys from Schlachthofbronx, is mingling with the people around the stage. In seemingly similar enthusiasm they are videotaping the other acts as well as their audience.

At promptly 1:00pm the lights go off, the music stops and a voice resonates through the microphone: “How are you doing tonight?” The crowd responds as if with one gigantic voice in a shout. The music starts as the two DJs finally put their hands to their equipment. Light effects make the room sparkle and absolutely everybody starts jumping. “I want everybody’s hands up”, it echoes through the hall and everybody’s hands go up. It’s like someone just flipped a switch and turned this laid-back party into a boiling cauldron. The volume rises, everybody who’s been standing outside seems to be rushing in, you can feel your heartbeat synchronize with the promised mix of Dancehall/Reggae, Hip-Hop, Booty Bass, Techno, Cumbia, UK Bass and many more. The party has begun and won’t stop until almost sunrise.

Only a few hours after said sunrise occurred Benedikt and Jakob stroll into the foyer of the National Theatre Kampala and sit down at the bar. They have come to conduct a workshop with a number of Ugandan artists this afternoon before they head off to their next destination: Nairobi.

While waiting for the workshop participants they recollect their experiences in Kampala with a contented and slightly exhausted demeanor concluding that the people here have been really friendly and much less distanced than they have experienced in other cities. They particularly enjoy the memory of having tattooed (they carry washable tattoo stickers with their logo around with them) most of the audience last night.

In preparation for their workshop they reminisce on their favorite aspects and most important habits of a DJ’s life. “Travel experience”, contents Benedikt and in unison they both add “food” as their favorite parts of their job. In that regard Jakob remembers that he still has to eat Rolex before he leaves. To young people acquiring a career in their footsteps the two agree: “Keep going! Think bigger than is realistic and work for it. Never forget to put style above success – stay true to yourself.” And “It really doesn’t matter what you have or what you don’t have as long as you do your best with it.”

With these wise words they welcome the eight participants of their workshop at the recording studio at National Theatre for a session of collaboration and creative work. The theme of the workshop is open and so is the outcome. Benedikt is of the view that a really good musical piece of completion won’t come out of the studio in less than five days. The participants, however, seem not only to agree, but to be eager to make this afternoon a time of sharing, learning from each other and building networks for the future.

Schlachthofbronx is currently traveling the globe. To their own account one third of their gigs are within Germany, another third within Europe and the rest in areas beyond that. The two released an album available on raveandromance.com.

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Am Samstag den 16.5. hat das Goethe-Zentrum Kampala/UGCS eine Veranstaltung organisiert, die auf eine Weise international ausgerichtete, sowie traditionell motivierte Musik verband und somit genau den Nerv von Kampala‘ Nachtleben trifft. SCHLACHTHOFBRONX kam um die Stadt zu besuchen und die Nacht mit ihrer innovativen Kombination verschiedener musikalischer Stile aufzuwirbeln.

Schlachthofbronx ist der inoffizielle Name des Stadtviertels der beiden in Münchener. Mit einem Lächeln gesteht Benedikt, dass der Name tatsächlich lustig gewesen sei, als Kinder die Gegend damals so nannten. Ihr Sinn für Humor und ihre entspannte Art mit jeder Situation umgehen zu können ist sicherlich ein Bonus auf ihren ständigen Reisen rund um die Welt. Das DJ-Duo sagt jedoch auch, dass das Konzept ihrer Musik niemals lokal gedacht war; Beeinflusst von den verschiedensten Genres und Menschen begannen beide im Alter von 12 beziehungsweise 14 Jahren bereits aufzulegen und erinnern sich heute and die Zeiten zurück zu denen sie auf Myspace von Menschen aus der ganzen Welt gebeten wurden bei ihnen aufzutreten. “Und von da ging es dann halt einfach weiter”, sagt Jakob. Sie sind der Überzeugung, dass ihr Erfolg der Tatsache zuzuschreiben ist, dass sie “ihr eigenes Zeug” produzieren und spielen, was sie einzigartig und musikalisch unvorhersehbar macht. “In Europa musst du selber produzieren, um Erfolg zu haben.” Eine Nacht mit den beiden auf der Bühne verspricht aufregend zu werden. Sie beide lieben was sie tun und scheuen sich nicht dies zu zeigen, indem sie während ihrer Shows auf der Bühne mittanzen und die Menge mitreißen. “Ich denke, wenn die Leute sehen, dass wir das auch alles gut finden überträgt sich das.”

Die Vielfalt der musikalischen Stile, die auf der Bühne präsentiert werden, von Reggae bis Hip-Hop und traditionellen afrikanischen Trommeln, reflektieren die Vielfalt der Menschen, die in diesem Moment zu ihnen tanzen. Viele bekannte Gesichter huschen durch die Menge; Bekannte B-girls und -boys zeigen ihr Können in einem spontanen Tanzkreis auf dem Parkett, während jemand draußen Graffiti an die Wand sprüht.

Die Hauptdarsteller dieser Nacht, die Jungs von Schlachthofbronx, mischen sich unter die Leute nahe der Bühne. In offensichtlicher Begeisterung nehmen sie sowohl die anderen Künstler, als auch das Publikum mit ihren Handys auf.

Um Punkt ein Uhr morgens gehen die Lichter aus, die Musik stoppt und eine Stimme hallt durch das Mikrofon: “Wie geht’s euch heute Nacht?” Die Menge antwortet wie mit einer einzigen lauten Stimme in einem Ausruf. Die Musik beginnt erneut zu spielen, als die beiden DJs ihre Hände an ihr Equipment legen. Die Lichteffekte bringen den Raum zum glitzern und absolut alle fangen an zu springen. “Ich will alle Hände oben sehen”, ruft es durch die Halle und alle Hände schießen in die Höhe. Es wirkt als hätte jemand soeben einen Schalter umgelegt und aus dieser entspannten Party einen brodelnden Hexenkessel gemacht. Die Lautstärke steigt an, es scheint, dass alle, die vor der Tür gestanden haben plötzlich in die Halle strömen, du kannst fühlen, wie dein Herzschlag sich mit der versprochenen Kombination aus Dancehall/Reggae, Hip-Hop, Booty Bass, Techno, Cumbia, UK Bass und vielen anderen synchronisiert. Die Party hat begonnen und wird nicht vor Sonnenaufgang enden.

Nur wenige Stunden nach erwähntem Sonnenaufgang bummeln Benedikt und Jakob in das Foyer des National Theatre Kampala und setzen sich an die Bar. Sie sind heute hergekommen, um einen Workshop mit einigen ugandischen Künstlern zu leiten, bevor sie sich aufmachen du ihrem nächsten Ziel: Nairobi.

Während sie auf die Teilnehmer warten entsinnen sie sich ihrer Erfahrungen in Kampala. Mit einem Gefühl von leicht erschöpfter Zufriedenheit schließen sie, dass die Menschen hier sehr freundlich und deutlich offener als in anderen Städten gewesen seien. Sie erheitern sich speziell an der Erinnerung letzte Nacht den Großteil des Publikums (mit abwaschbaren Tatoos mit ihrem Logo) tätowiert zu haben.

Um sich auf den Workshop vorzubereiten diskutieren sie über ihre Lieblingsaspekte, sowie die notwendigen Angewohnheiten des Lebens eines DJs. “Reiseerfahrung”, benennt Benedikt als den besten Teil des DJ-Daseins und im Einklang fügen sie beide hinzu “Essen”. In diesem Gedankengang erinnert sich Jakob, dass er auf jeden Fall noch Rolex essen muss bevor er geht. Jungen Menschen, die den Berufsweg in ihren Fußspuren verfolgen möchten würden die beiden den Rat geben: “Durchhalten! Denk immer grösser, als tatsächlich realistisch ist und dann arbeite dafür. Und vergiss nie deinen Stil über den Erfolg zu stellen – Bleib dir selbst treu!” und “Es kommt wirklich nicht darauf an was du hast oder nicht hast, sondern was du daraus machst.”

Mit diesen weisen Worten heißen sie die acht Teilnehmer ihres Workshops zu einer Session kreativer Arbeit im Tonstudio des National Theatre willkommen. Das Thema sowie das Resultat dieses Workshops sind sehr frei. Benedikt ist der Meinung, dass ein wirklich gutes musikalisches Produkt nicht in kürzerer Zeit als fünf Tagen im Studio entstehen kann. Die Teilnehmer scheinen jedoch nicht nur zuzustimmen, sondern darüber hinaus sich besonders auf einen Nachmittag des Teilens, Voneinander Lernens und des Networkings zu freuen.

Schlachthofbronx reisen momentan durch die Welt. Nach ihrer eigenen Einschätzung finden ein Drittel ihrer Auftritte auf deutschen Bühnen, ein weiteres Drittel auf europäischen und der Rest auf Bühnen in anderen Teilen der Welt statt. Die beiden haben ein Album veröffentlich, dass auf raveandromance.com erhältlich ist.

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© Christin Figueira