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Burnt Friedman has been in the music business for over 30 years – still, his name wasn’t familiar to us when the Goethe-Institut in Munich approached us to become one of the locations for his Sub-Sahara Africa tour. The first impression of a “German electronic music” turned out to be a fallacy, after realising that the cooperation with a local artist would become an electronic-acoustic music experience.

In years of collaboration with his fellow musician Yaki Liebezeit, Burnt Friedman has learned to break down rhythms to their basic patterns and to divide them into cyclic rhythms. He plays these basic rhythms on different instruments and records them, creating tracks that he can program and play from his laptop. So, to come back to the fallacy – Friedman’s music is electronic in as much as it depends on speakers in order to be heard. However it neither fits in the electronic music genre, nor can be characterized as “German” music.

Equipped with his laptop and a mixer Burnt Friedman arrived in Kampala on 8th October2013 to rehearse seven of his tracks with Hakim Kiwanuka to put together a live concert that would take place two days later. Hakim Kiwanuka as percussionist and multi-instrumentalist mainly supports other musicians on stage, but has also just started his solo carrier. He plays nearly every Ugandan traditional instrument, from drums over flutes to the Dingidi (tube fiddle).

During the first workshop day Burnt Friedman and Hakim Kiwanuka approached slowly and shared their understanding of music.Friedman’s experience and Kiwanuka’s openness led to an incredibly fast understanding for the unfamiliar rhythm patterns that Friedman had brought. Despite of the national holiday – the 9th of October is Uganda’s Independence Day – a small group of journalists showed up for the announced press conference. The fusion of Kiwanuka’s traditional instruments and the sound patterns of Friedman’s mixer, that to inexperienced ears might sound somehow syncopated, convinced the journalists to return for the concert on the following evening.

The second day was dedicated to the fine-tuning and the sound check. On October 10th at 7pm the gates to the GZK/UGCS garden opened. About the same time a rain shower threatened to ruin the evening for organisers, musicians, sound team and audience. But the rain paused and allowed the two musicians to come on stage and create a one hour sound experience that was unfamiliar and pleasant at the same time.

It is fascinating how two musicians from different backgrounds are able to bring up such an impressive concert within a very short time, building a new bridge between Germany and Uganda and showing that Friedman’s “non-place” music concept does indeed work.

by Katharina Neidhardt

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Burnt Friedman ist seit gut 30 Jahren im Musikgeschäft. Dennoch war er uns erstmal kein Begriff, als das Goethe-Institut München uns das Angebot machte, Kampala als einen Standort für seine Sub-Sahara Afrika Tour mit auf zu nehmen. Der erste Eindruck von „deutscher elektronisc her“ Musik, die mit einem lokalen Künstler ein akustisch-elektronisches Experiment ergeben sollte, stellte sich jedoch als Trugschluss raus.

Burnt Friedman hat in jahrelanger Zusammenarbeit mit seinem Musikerkollegen Yaki Liebezeit gelernt Rhythmen auf ihre Grundmuster zu brechen und in zyklische Rhythmen zu unterteilen. Diese Grundrhythmen nimmt er mit vorwiegend selbst gespielten Instrumenten auf, und kreiert so Tracks, die er auf seinem Laptop programmiert und abspielt. Um auf den Trugschluss zurückzukommen – Friedmans Musik ist insofern elektronisch, als dass sie von Lautsprechern abhängt, um gehört zu werden, lässt sich jedoch nicht in elektronische Musik als Genre einordnen, und sicherlich auch nicht als „deutsche“ Musik charakterisieren.

Mit seinem Laptop und einem Mischpult im Gepäck landete Burnt Friedman am 8. Oktober 2013 in Kampala, um im Laufe von zwei Tagen mit Hakim Kiwanuka sieben seiner Tracks für ein live Konzert einzuüben. Hakim Kiwanuka steht in Uganda vorwiegend als Perkussionist und Multi-Instrumentalist bei anderen Musikern mit auf der Bühne, aber arbeitet bereits an seiner Solokarriere. Er spielt nahezu alle ugandischen traditionellen Instrumente, von Trommeln über Flöte hin zum sogenannten Dingidi (Tube fiddle).

Am ersten Workshop-Tag näherten sich Burnt Friedman und Hakim Kiwanuka langsam an und tauschten ihr Musikverständnis aus. Friedmans Erfahrung und Kiwanukas Offenheit führten zu einem erstaunlich schnellen Verständnis für die fremden Rhythmusmuster die Friedman mitgebracht hatte. Trotz des Nationalfeiertages – der 9. Oktober ist Ugandas Unabhängigkeitstag – fand sich eine kleine Gruppe an Presseleuten zur angekündigten Pressekonferenz zusammen. Die Fusion aus den traditionellen Instrumenten Kiwanukas und den für das ungeschulte Ohr stellenweise synkopisch klingenden Klangmustern über Friedmans Mischpult konnte die Journalisten davon überzeugen am folgenden Abend zum Konzert wieder zu kommen.

Der zweite Tag galt dem Feinschliff und Sound Check. Um 19Uhr öffneten sich am 10. Oktober dann die Tore zum GZK/ UGCS Garten, ungefähr zeitgleich drohte ein Regenschauer den Organisatoren, Musikern, Sound-Team und Publikum kurzzeitig den Abend zu vermiesen. Doch der Regen hielt inne und die beiden Musiker konnten schließlich die Bühne betreten und sorgten für ein einstündiges Klangerlebnis, dass dem ein oder anderen Zuschauer fremd und doch angenehm zugleich erschien.

Es ist erstaunlich, wie Musiker aus so unterschiedlichen Richtungen in kürzester Zeit solch ein beeindruckendes Konzert auf die Bühne bringen können, wodurch sie eine weitere Brücke zwischen Deutschland und Uganda geschlagen haben und zeigen, dass Friedmans „non-place“ Musikkonzept funktioniert.

von Katharina Neidhardt

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